Diving into 2:7- Vererbte Wunde "Verlorene Liebe zum selbst"

Aktualisiert: 5. Sept. 2021

Eine kreative Verkörperung und Darstellung der Wirkung eines Transgenerationalen Traumas.


"Ich träumte von einem Menschen, der mich aus meiner Traurigkeit herausholte, diese Traurigkeit lag in meinem Körper wie einer großer dunkler See. Ein See, den ich nicht ausweinen konnte. Ein See, der nicht austrocknete, sondern stumm in mir lag. Also schwimme ich darin. Ich kenne meinen See. Ich tauche tief in meinen See und ohne zu ertrinken. „Nur nicht den Mund öffnen, damit das Wasser mich nicht verschluckt! Aber wie schmeckst du? Wie schmecke ich?...kann man in sich selbst ertrinken oder verdurstet meine Seele, wenn ich nicht einen winzigen Schluck nehme?!...Dunkelblau-Dunkel-blau."

Was in den Wurzeln verborgen liegt, wird oft erst rückblickend klar.


Woher kommt die Traurigkeit?

Ich kann sie nicht kennenlernen, doch sie scheint zu mir zu gehören. Da ich sie nicht loswerden kann, beschließe ich darin einzutauchen. Zum Grund. Der Grund ist der Grund meiner Seele


Ursprünglich war dieser Film dem 2. Chakra zugeordnet, Gefühlen und Kreativität, ich las die Symbole Wasser und mich als Performerin in die 9 Jahre alte Produktion rein. Als ich vor 1,5 Jahren den Film konzipierte, schien das Sinn zu machen. Merkwürdig war nur, dass der Film Diving into in nicht "lebendig". Also für sich selbst sprach. Ich ließ den Film ruhen und widmete mich dem Projekt roots, dass ich als zweites machen wollte. roots 2021 ist die energetische Weiterentwicklung eines Projektes namens Awakening Journey to an unknown place, 2013. Dabei bin ich mit dem nigerianischen Künstler, Kunle Kofariji, in einem besetzen Haus in Berlin. Er spielt die Out Pours (Kongo) Blue (Prayer) von Jon Hassel (1937- 2021) und nennt den Minimalmusiker seinen pygmee man. Ich tanze dazu und verkörpere einen Samen der aufspringt.


Im Zuge der Herstellung von roots 2021 wird mir klar, dass ich garnicht an roots arbeite sondern an meiner Wiedergeburt. I am re-born ist ein Heiltanz als Film mit der Familientherapeutin und Senior Creative Mind Coach, Eva Wieprecht. Der Film wird als Kunstversion und als Therapeutische Version produziert. Dort ist das Weibliche, Fließende, Offene, Umarmende wirklich verkörpert.


Zu Diving into: Dies ist ein intuitiver Film. Nur ein paar Dinge wie das Kostüm sind geplant und der Ort. Von dort aus bilden der tanzende Körper, der Filmkörper und ALLE anderen Körper die Sequenz. Es ist eine Begegnung von Bewusstem und Unbewusstem. Absichtloses trifft auf Absichtlichkeit. Alles ist improvisiert. Es ist der Körper der Tänzerin, der den Weg für die Seele sucht. Dieses Suchende ist in sich erwacht und nimmt in der sich entfaltenden Tänzerin Raum ein. Doch auch das Zögerliche und die Zurückhaltung werden sichtbar durch die Bewegungen und den Ausdruck. Die Begegnung mit den verletzten Anteilen des Selbst steht kurz vor der Verwirklichung mit dem Ziel der Integration. Wenn man das so erzeugte Material betrachtet, erzählt es die Geschichte einer Frau, die sich auf dem Weg irgendwohin mitten in etwas befindet. Sie beginnt mit einem Moment ihres Lebenslaufs. Sie ist dabei, sich zu etwas zu entfalten, doch muss vorher diesen See der Traurigkeit integrieren. Sie hat Angst davor einzutauchen in ihre Tiefen. Der kognitive Geist reflektiert sich in diesem Prozess hin und her. Der Geist, der sich in seiner Entwicklung nicht sehen kann, schafft Fragen und sich wiederholende Worte.


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